Schatten über Riva

Von Schamanen, Glatzköpfen und Gwynna

15.Phex (im provisorischen Nachtlager außerhalb der Stadt)

Endlich wieder frei! Und wieder einmal kommen ich und meine Begleiter ohne größeren Schaden aus einer Kampfsituation, an der die Gruppe selber einen großen Anteil hatte. Ich fragte mich bereits des Öfteren, ob Boron selbst unsere Reise begleitet oder zumindest sich einen Spass daraus macht unsere Wege zu kreuzen. Ich werde Firun selbst bei Gelegenheit dafür danken auch diesmal unbeschadet aus diesen mit Unrat verdreckten Gassen und Ansammlungen von Häusern gekommen zu sein.

Dabei wären wir dem Unglück heute eigentlich fast schon entgangen. Die Gruppe mit Ausnahme von Kurruz und Durzo hatte sich zur Abreise entschieden und wollte eine andere Möglichkeit finden in Lohwangen zu gelangen. Wir hätten den Zwerg sogar seinen Schicksal überlassen, wäre mir nicht beim Lösen des magischen Elfenbogens unverhofft diese Frau mit ihren spitzen Eckzähnen und ihr zugegeben mehr zischenden als menschlichen Stimme erneut entgegen getreten. Ihre Worte ließen keine Wiederrede zu und mir ist nun auch klar, wie sie es schafft, dass ich nicht höre und ihre Anwesenheit schlicht zu spät wahrnehme. Ihre Handlungen verursachen keinerlei Geräusche. Wohl hinterlässt sie Fußabdrücke als auch andere sichtbare Nachweise, wie offene Fenster, doch mehr kann ich aktuell nicht über sie sagen. Tristan scheint sie in irgendeiner Art zu kennen oder hat zumindest eine Ahnung um wen es sich handeln könnte. Vermutlich wieder jemand aus seiner anderen Zeit. Verrücktes Zeug was der „Magier“ da von sich gab beim Erklären seiner Belange, doch sicherlich nicht ohne Bedeutung – ich sollte vorsichtig sein!

So konnten wir unseren Plan also nicht umsetzen und das Fest der Orks nutzen um aus der Stadt zu fliehen. Leider verfehlte auch der Pfeil, den ich dem Schamanen in sein dreckiges Maul oder viel mehr in seinen hässlichen Orkschädel jagen wollte sein Ziel. Ich bin mir nicht sicher was genau passiert ist. Der Pfeil schien an einer Art Luftmauer abgeprallt oder aber ich habe den, anscheinend nun stärkeren Elfenbogen, schlicht verrissen.

Dem Oger den man mir auf die Fersen schickte, konnte ich zusammen mit seinen Begleitern mit Leichtigkeit entkommen. Diesmal gab es ja auch niemanden der sich wie eine Horde Betrunkener am Lagerfeuer unterhielt und somit wirklich jedes Wesen von Aventurien auf uns aufmerksam machen konnte. Auch mit dem verdutzten Ork, der es zwar anscheinend doch iwie geschafft hat diesem Glatzkopf meine Position zu verraten, machte ich kurzen Prozess und ging meiner Wege. Nahezu wieder am Marktplatz und damit in sicherer Tarnung, kam dieser plötzlich auf mich zu und ließ klar verlauten, dass sowohl der Bogen als auch mein Kopf sein Begehr seien. Immer wieder stieß ich bei meiner Flucht auf seine Gestalt, welche sich jedoch als körperlose Abbilder von ihm herausstellten. Ich frage mich eh, wie er mich verfolgen konnte. Mein erster Gedanke war der noch aktive Bogen dessen Magie eventuell noch nachklang. Eine andere Erklärung kann es nicht geben, ansonsten hätte man diesen sicherlich versucht aus dem Versteckt zu entwenden.
Sei es drum…

Grade noch rechtzeitig fand ich erneut auf dem Marktplatz ein um erst Mylorda und anschließend Tristan mit einigen Pfeilen ihre Haut zu retten. Wir trafen auch auf Kurruz der sich in eine der Gardeuniformen gehüllt hatte. Von Durzo, an dessen Absichten die Gruppe inzwischen nicht mehr ganz so stark zweifelte, fehlte jedoch ein ersehntes Lebenszeichen, sodass sich die Drei entschlossen ihn unten in den Tempellabyrinth zu suchen. Ich sicherte weislich den Eingang und positionierte mich entsprechend. Zusammen mit Rohn tauchten alle nach einer ganzen Weile wieder im Eingang auf. Die wehementen Worte von Rohn bewegten alle zu einer raschen Flucht aus der Stadt, welche wir Praios- wärts verliesen.

Inzwischen wissen wir, dass es den Schamanen und vllt ja sogar diesen Glatzkopf erwischt hat. Durzo erzählte so einige Abscheulichkeiten über das Labyrinth, welches sich unterhalb der Stadt befand und nun vermutlich eingestürzt ist. Rohn hatte auch das ein oder andere zu erzählen und schien zudem mit dieser Gwynna kooperiert zu haben. Eine Tsa- Geweihte solle sie sein?!… Ich bin gespannt, ob sich unsere Wege nochmals kreuzen und ob sie dann den Bogen erneut verlangen wird. Vllt erweist sie sich aber auch als etwas redseliger als bisher und verrät mir mehr über diesen.

Bis dahin gilt es nun einen Weg nach und hinein in Lohwangen zu finden und nach Durzo zu sehen. Sein Kettenhemd scheint gesprengt – ich frage mich was unserem zwergischen Begleiter dort unten zugestoßen ist……..

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Connar_Fingorn

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